Tourneeabschluss mit Myung-Whun Chung in Shanghai

Anne Dunkel am 1. Oktober 2014 um 15:18
Warum kann nicht auch in Saarbrücken gelingen, was hier in Shanghai möglich ist? DRP-Orchestermanager Benedikt Fohr träumt von einem Konzerthaus für sein Orchester.

Warum kann nicht auch in Saarbrücken gelingen, was hier in Shanghai möglich ist? DRP-Orchestermanager Benedikt Fohr träumt von einem Konzerthaus für sein Orchester.

Auch in einer Stadt wie Shanghai, wo Superlative auf der Tagesordnung stehen, wird ein Theater wie dieses nicht alle Tage eingeweiht. Das große Event am Vorabend des Nationalfeiertags bedingt eine gewisse Anspannung beim Hallenmanagement, und auch das Orchester spürt die Bedeutung dieses Konzerts.

 

Dreißig Jahre liegen zwischen diesem Foto und der Chefdirigentenzeit von Myung-Whun Chung in Saarbrücken. Aus seinem RSO wurde die DRP, er selbst wurde zum weltweit gefragten Pultstar.

Dreißig Jahre liegen zwischen diesem Foto und der Chefdirigentenzeit von Myung-Whun Chung in Saarbrücken. Aus seinem RSO wurde die DRP, er selbst wurde zum weltweit gefragten Pultstar.

Doch Dirigent Myung-Whun Chung, der keine Sekunde des Fremdelns zwischen ihm und dem Orchester aufkommen lässt, verströmt die Ruhe, Gelassenheit und Hochkonzentration eines Yogimeisters. Nur so ist auch das Probenpensum zu schaffen. Rachmaninow „Vocalise“, Beethovens 5. Sinfonie und Tschaikowskys Klavierkonzert mit der pianistischen Superbegabung Haochen Zhang, einem jungen chinesischen Pianisten, dessen weltweite Karriere gerade so richtig in Schwung kommt.

Der 24-jährige Pianist Haochen Zhang stammt aus Shanghai, studierte am Curtis Institute of Music und gewann 2009 den Van Cliburn International Piano Wettbewerb als jüngster Preisträger aller Zeiten.

Der 24-jährige Pianist Haochen Zhang stammt aus Shanghai, studierte am Curtis Institute of Music und gewann 2009 den Van Cliburn International Piano Wettbewerb als jüngster Preisträger aller Zeiten.

Das Theater erstrahlt in hellem Licht. Der Abend beginnt mit einer kurzen Eröffnungszeremonie für das VIP-durchsetzte Publikum. Myung-Whun Chung, Haochen Zhang am Klavier und die Deutsche Radio Philharmonie begeben sich auf einen Höhenflug. Es sollen Maßstäbe gesetzt werden, es scheint zu gelingen. Das Publikum ist hingerissen, hier und da summt jemand die bekannten Stellen mit, trotz der Ermahnungen der Saalordner schnellen immer wieder Handys in die Höhe, es werden Fotos gemacht. So viel Beifall, so viel Bewunderung, so viele good vibrations. Und im Schlussapplaus beklatschen sich Chung und die Orchestermusiker wechselseitig. Es ist das letzte Konzert dieser Tournee und ein fulminanter Schlusspunkt! Orchestermanager Benedikt Fohr hat allen Grund stolz auf seinen Klangkörper zu sein, dem Chung eine sehr gute Form attestiert: „The orchestra is in a very good shape.“

„Es ist schön zu erleben“, so Benedikt Fohr, „wie die harte Arbeit der Musiker und besonders auch von unserem Chefdirigenten Karel Mark Chichon in einem Moment wie diesem, zu solchen Klangergebnissen führt. Das gibt uns Motivation für  die tägliche Arbeit. Und die geht am nächsten Montag weiter ….“

Die DRP mit Myung-Whun Chung in Shanghai

Die DRP mit Myung-Whun Chung in Shanghai

Wiedersehen mit Maestro Myung-Whun Chung in Shanghai

Anne Dunkel am 29. September 2014 um 15:00
„Freude schöner Götterfunken“ mit Karel Mark Chichon in Seoul

„Freude schöner Götterfunken“ mit Karel Mark Chichon in Seoul

Kurz vor dem Abflug nach Shanghai erreicht uns über den koreanischen Tourmanager eine Information, die spontan nur mit ungläubigem Staunen entgegengenommen wird: 22.000 Menschen haben unser Eröffnungskonzert in Seoul mit Beethovens Neunter per Livestream in verschiedenen Kirchen der Hauptstadt mitverfolgt.

Pressekonferenz zur Neueröffnung des Poly Grand Theaters in Shanghai. Auf dem Podium Maestro Myung-Whun Chung (2.v.l.) neben DRP-Orchestermanager Benedikt Fohr (3.v.l.).

Pressekonferenz zur Neueröffnung des Poly Grand Theaters in Shanghai. Auf dem Podium Maestro Myung-Whun Chung (2.v.l.) neben DRP-Orchestermanager Benedikt Fohr (3.v.l.).

Vom Flughafen in Shanghai führt der Weg nach kurzem Stopp im Hotel direkt zur Probe in das neue Theater. Im Bus rekapitulieren die wenigen noch aus Myung-Whun Chungs Chefdirigentenzeit in Saarbrücken Ende der Achtziger Jahre verbliebenen Orchestermitglieder ihre Erinnerungen an die gemeinsame Arbeit.  Alle anderen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit einem Dirigenten seines Formats.

Doch vor der Probe gilt es zunächst noch für Orchestermanager Benedikt Fohr seinen Auftritt im Podium der Pressekonferenz zur Eröffnung des neuerbauten Poly Grand Theater zu absolvieren . „We are honoured to open this theater with our former chief conductor Myung-Whun Chung”, so Fohr vor den Journalisten aller großen regionalen Medien. Gefragt, mit welchem Gefühl er gleich seinem ehemaligen Orchester begegnen wird, antwortet Maestro Chung: “Das ist, als ob Sie mich nach meiner ersten Liebe fragen. Als ich nach Saarbrücken kam, war ich sehr jung, die Musiker waren sehr nett zu mir und dafür werde ich Ihnen mein ganzes Leben dankbar sein.“

Das Poly Grand Theater Shanghai im futuristischen Shanghaier Stadtteil Jiading.

Das Poly Grand Theater Shanghai im futuristischen Shanghaier Stadtteil Jiading.

Yeosu – Konzertfinale in Korea

Anne Dunkel am 27. September 2014 um 18:31
Jubelnde Konzertbesucherinnen in Daegu

Klassik rockt!

Das Dreamland der Deutschen Radio Philharmonie: Musikbegeisterte Menschen, ein klassikhungriges, kenntnisreiches und begeisterungsfähiges Publikum, traumhafte Konzertsäle, perfekte Tour- und Konzertorganisation vom Komfort der Transferbusse bis zum Catering für Musiker in den Probenpausen, vom edlen Programmheft bis zum stilsicheren, engagierten Einlasspersonal – paradiesische Verhältnisse, eben genauso wie hier in Südkorea. Über vier Stationen vom Norden in den Süden, durfte das Orchester Teil dieser heilen Klassikwelt sein. Und jetzt ist das koreanische Kapitel dieser Tournee, hier am Südzipfel mit Meerblick, in Yeosu, schon zu Ende.

Alles soweit nach Plan gelaufen - Orchestermanager Benedikt Fohr darf sich ganz dem Konzert hingeben

Alles soweit nach Plan gelaufen – Orchestermanager Benedikt Fohr darf sich ganz dem Konzert hingeben

Seitenwechsel - Karel Mark Chichon applaudiert dem koreanischen Tourmanager und dem Vertreter des Orchestervorstands für seine auf koreanisch vorgetragene Dankesrede

Seitenwechsel – Karel Mark Chichon applaudiert dem koreanischen Tourmanager und dem Vertreter des Orchestervorstands für seine auf koreanisch vorgetragene Dankesrede

Sie haben einen Bombenjob gemacht - Reiswein, Chips und Lobeshymnen für das DRP-Produktionsteam

Sie haben einen Bombenjob gemacht – Reiswein, Chips und Lobeshymnen für das DRP-Produktionsteam

Zeit auch für Chefdirigent Karel Mark Chichon, sein Orchester nach Shanghai zu verabschieden und es in die Hände seines Vor-Vor-Vor-Vor-Vorgängers Myung-Whun Chung zu übergeben. Und weiter geht es nach Shanghai!

 

 

Kurzbesuch in Daegu

Anne Dunkel am 26. September 2014 um 17:25
Mit 5 Bussen von Seoul nach Daegu

Mit 5 Bussen von Seoul nach Daegu

Der Tour-Rhythmus verschärft sich nun. Drei Tage im gleichen Hotel, Anfahrtszeiten zu den Konzerthallen von unter einer Stunde wie in den letzten Tagen – vorbei, es kommt ein sportliches Tempo ins Spiel. Die nächsten Tage sind mit etwa vierstündigen Anreisezeiten verbunden. Das macht einen Tagesablauf, der grob skizziert so aussieht: Busfahrt – Einchecken im Hotel – kurze Ruhepause – Abfahrt zur Generalprobe – Konzert. An Sightseeing-Quickies ist nicht zu denken – auch in Daegu, der Stadt im südöstlichen Landesteil nicht. Gut, dass viele auf Erinnerungen an die Korea-Tour 2012 zurückgreifen können, als das Orchester schon einmal hier war.

Banner am Konzerthaus in Daegu

Nie fühlt man sich diesem geteilten Land näher, als in dem Moment, wenn sich das Orchester – wie auch heute Abend wieder – mit dem Hymnus „I miss Geumgang“ vom Publikum verabschiedet.

Bravo, Da Capo

Bravo, Da Capo

Beethoven, Brahms, Tschaikowsky fesseln, faszinieren, berühren – “I miss Geumgang” aber bestürzt das Publikum, bricht alte, noch lange nicht verheilte Wunden auf. So empfindet man es inmitten der Zuhörer, wenn schon die ersten Töne mit Klatschen, Seufzen, Ausrufen quittiert werden.

 

Konzert in Goyang Aram Concert Hall

Anne Dunkel am 25. September 2014 um 18:25

Beflügelt vom herzlichen Applaus, dieser großen Umarmung des Publikums, von all der Zustimmung und Anerkennung, die auf jeden einzelnen Musiker nach dem Eröffnungskonzert niederprasselte, ist schon beim Frühstück überall das Bedürfnis zu spüren, sich wieder zu erden. Da vertraut jeder auf eigene Techniken: ausdauerndes Joggen am Ufer des Flusses entlang oder Instrument auspacken und Üben, Üben, Üben, vielleicht auch mit dem Stadtplan in der Hand zum Sightseeing aufbrechen, ein bisschen Work-Out im hoteleigenen Fitnessraum oder lesen auf dem Liegestuhl im Skypark der Dachterrasse im 15. Stock.

Ein Bummel durch das Viertel zur Mittagszeit:

Cello-Masterclass in Ewha Women University

Cello-Masterclass in Ewha Women University

Ein Pflichttermin steht schon am frühen Nachmittag für die Führungskräfte des Orchesters an: Konzertmeisterin Dora Bratchkova und alle Streichersolisten werden, wie bereits die Solo-Bläser am Vortag, in der Ewha Women Universitiy zur Master-Class erwartet: an Interpretationen feilen, an Strich- und Bogentechnik arbeiten, Knowhow und Erfahrung an die Studentinnen vermitteln. Glücklich schätzt sich, wer einen Platz ergattern kann. Der Präsidenten der Universität und Orchestermanager Benedikt Fohr besiegeln eine Kooperationsvereinigung, die es koreanischen Musikstudentinnen der Uni in Zukunft ermöglichen wird, ihre Kenntnisse mit finanzieller Unterstützung bei DRP-Musikern in Saarbrücken zu vertiefen.

Generalprobe in der Aram City Hall Goyang

Generalprobe in der Aram City Hall Goyang

„Programm 2“ schreibt der Tourplan heute vor. Im Klartext: eine Ouvertüre von Glinka, Brahms‘ 2. Sinfonie und das berühmte Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky mit der koreanischen Pianistin Yeol Eum Son. Die Generalprobe beginnt mit großem Extra-Lob vom Chef: „Danke für das Konzert gestern, war wirklich super.“ Auch beim Hallenmanagement der Aram City Hall hat sich der gestrige Erfolg herumgesprochen. „You had a very nice concert, Congratulation.“ Der Konzertsaal ist wunderbar, klingt prächtig, transparent und Karel Mark Chichon justiert sorgfältig die Klangbalance, um das optimale Ergebnis zu erzielen.
Dass das Klavierkonzert mit Yeol Eum Son ein Erfolg wird, war natürlich zu erwarten. Aber das Publikum bedenkt mit seinem Applaus, mit Bravorufen und standing ovations auch, und ganz besonders, das Orchester und seinen Chefdirigenten. Wieder ein Abend der großen Emotionen. Da ist Brahms‘ sehnsuchtsvolle 2. Sinfonie – Inbegriff deutscher Romantik – nur die logische Fortsetzung nach der Pause. „Gamsa-hamnida“, in lupenreinem koreanisch und mit drei Zugaben bedankt sich Karel Mark Chichon

Schlussapplaus in Goyang

Unser Anspruch ist es“, bilanziert Orchestermanager Benedikt Fohr nach dem zweiten Korea-Konzert, „auf internationalem Niveau zu arbeiten. Das Publikum hat uns gestern und heute ganz eindeutig zu verstehen gegeben, dass wir diesem Anspruch gerecht werden. Übrigens nicht nur im künstlerischen Bereich, sondern auch planerisch und organisatorisch. Bis zu diesem Punkt dürfen wir mit der Tournee hochzufrieden sein.“

Ein perfekter Tourneeauftakt mit Doppel-Premiere

Anne Dunkel am 24. September 2014 um 19:15
Mega-Plakat an der Mega-Church

Mega-Plakat an der Mega-Church

Welch eine Kulisse: Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt, 8000 Menschen sind gekommen. Für die Deutsche Radio Philharmonie wird der Abend zu einer Premiere im doppelten Sinne: Noch nie hat das Orchester vor einem so zahlreichen Publikum gespielt, noch nie eine Aufführung dieser besonderen Art maßgeblich gestaltet. Erst Stunden vor dem Konzert wurde klar: Die Konzertbesucher kommen, um Beethovens Ode an die Freude mit dem German Radio Philharmonic Orchestra, zwei Hauptstadt-Chören, koreanischen Solisten und Chefdirigent Karel Mark Chichon als Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes zu feiern. Anfang und Ende des Abends übernimmt Senior Pastor Reverend Sam Whan Kim. Als geistliches Oberhaupt der Gemeinde hält er eine kurze Andacht mit Gemeindegesang, erst dann folgt der eigentliche Konzertteil.

Freude! Freude! Freude!

Freude! Freude! Freude!

Karel Mark Chichon schafft ein Klangbild von ungeheurer Intensität und Macht. Nach drei kraftvollen sinfonischen Sätzen, wirkt die Aufforderung des Baritons am Anfang des Schlusssatzes „O Freunde, nicht diese Töne, sondern lasst uns angenehmere und freudenvollere anstimmen“ wie das Wort eines Predigers. Spätestens mit dem Einsatz des Chores „Freude schöner Götterfunken“ ist die Musik Konzert und Gottesdienst zugleich.

Der Beifall entlädt sich orkanartig und fordert zwei Zugaben heraus, die Chichon mit Bedacht und in Kenntnis des koreanischen Publikums ausgesucht hat. Händels „Halleluja“ und Koreas heimliche Nationalhymne „I miss Geumgang“ – ein alter Chorhymnus, der die leidvolle Teilung des Landes besingt und noch heute Koreanern ans Herz geht. „Meine Oma hätte jetzt furchtbar geweint“, vertraut mir meine junge koreanische Platznachbarin an. Überwältig von Glück, kullern bei ihr selbst erst einige Minuten später die Tränen: Als angehende, in Deutschland und Korea ausgebildete, Chordirigentin drückte sie Maestro Chichon ihre große Bewunderung aus. Spontan schreibt der ihr eine kleine persönliche Widmung in ihre Beethoven-Partitur, die sie während des Konzerts mitgelesen hat.

 

 

Gute Nachrichten – Auch die Instrumente sind da

Anne Dunkel am 24. September 2014 um 18:21

Der Tag beginnt mit der besten aller Nachrichten: Auch die Instrumente haben das Ziel ihrer Reise erreicht. Kleinere Instrumente wurden von den Orchestermusikern als Handgepäck mitgeführt. Aber Celli, Kontrabässe, die großen Blechblasinstrumente und das komplette Schlagzeug kommen im Frachtcontainer an. Innenraum und Bühne der 8.000 Zuhörer fassenden Myung Seoul Church, wo schon heute Abend Beethovens Neunte Sinfonie erklingen soll, wurden noch gestern, gleich nach der Ankunft von Tour-Manager und Orchesterwarten inspiziert, so dass alle Vorzeichen auf eine reibungslose Vorbereitung für die Generalprobe stehen.

Erleichterung macht sich breit. Ein glücklicher Augenblick: schnell noch ein paar Fingerübungen gemacht, ein paar Tonleitern gespielt, noch einmal tief hineingehorcht in den vertrauten Klang. Die Generalprobe kann beginnen.

Generalprobe in der Myungsung Presbyterian Church

Generalprobe in der Myungsung Presbyterian Church

 

Ankunft in Seoul – allererste Impressionen

Anne Dunkel am 23. September 2014 um 10:59

Auf der Reise schon peu à peu in die koreanische Welt geschnuppert: englischsprachige koreanische Zeitungen gelesen, wahlweise koreanische Musik und Shows in den Bordprogrammen angewählt – und Bimbimbap, das koreanische Nationalgericht auf dem Teller. Ein langer Nachtflug, wir sind angekommen.  

Flugzeug

Angekommen auf dem Airport Seoul Incheon

 

Herzliche Begrüßung und Super-Organisation. Die Zimmer sind schnell verteilt. 

Bevor der Jetlag zuschlägt und morgen volles Programm angesagt ist, können die späten Nachmittagsstunden und der Abend noch ganz individuell gestaltet werden – zum Beispiel als Annäherung an die japanische Küche in Korea.

Die Deutsche Radio Philharmonie auf Tournee in Korea und Shanghai

Anne Dunkel am 17. September 2014 um 14:56

Im September 2014 ist die Deutsche Radio Philharmonie unterwegs in Südkorea und Shanghai.

Auf dem Tourplan stehen vier Konzerte unter der Leitung von Chefdirigent Karel Mark Chichon in Südkorea: Seoul (24.9.14), Goyang (25.9.14), Daegu (26.9.14), und Yeosu (27.9.14). Im Anschluss daran, folgt die Deutsche Radio Philharmonie einer Einladung nach Shanghai, wo sie am Vorabend des chinesischen Nationalfeiertags unter der Leitung von Myung-Whun Chung das Eröffnungskonzert des Shanghai Poly Grand Theater spielt.

Vor der Abreise …

Probe vor der Abreise bearb

Karel Mark Chichon kreiert sein Klangbild

… steht harte künstlerische Arbeit an den drei unterschiedlichen Programmen mit ihren unterschiedlichen Protagonisten: Beethovens Neunte mit dem Jeonju Choir, dem Seoul Metropolitan Choir, dem koreanischen Solistenquartett, dem Orchester; dann Brahms 2. Sinfonie und Tschaikowskys Klavierkonzert mit der koreanischen Pianistin Yeol Sum Son. Soweit die Hauptwerke für die vier Konzerte in Südkorea mit Chefdirigent Karel Mark Chichon. In zwei erfolgreichen Konzerten haben sich die Musiker in den letzten Tagen vorab in Saarbrücken und im Rahmen des Festival International de musique de Besançan beim Publikum, in der Presse und – ganz wichtig – bei ihrem Chefdirigenten gute Kritiken erspielt. Das Orchester ist bereit sich in allerbester Form zu präsentieren!

 

Dem koreanischen Publikum fühlt sich Chichon ganz besonders nahe: „Seit ich vor zehn Jahren das erste Mal in Korea war, mache ich dort herzliche und positive Erfahrungen. Das Publikum ist liebenswürdig und hat ein sehr profundes Musikverständnis. Für mich ist es immer eine besondere Herausforderung in Korea zu dirigieren.“
Ein drittes Programm muss in Shanghai abrufbar sein, wenn Myung Whun Chung am Dirigentenpult steht: Beethovens Fünfte liegt dann auf den Pulten und nochmal Tschaikowskys Klavierkonzert, allerdings mit dem chinesischen Pianisten Haochen Zhang.

Noch ist es nicht ganz soweit. Bei der Frage, was alles auf der Tournee gebraucht wird, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, kommen der Orchestermanager, die Leiter der Produktionsabteilung und des künstlerischen Betriebsbüros ins Spiel, die stage manager, mein Zutun als PR-Frau und die beiden Journalisten, die die Tournee für den Hörfunk und das Fernsehen begleiten. Das finale Koffer und Kiste packen ist eine Herausforderung für sich: vom Oboenständer bis zum Basshocker, von der Frackkiste bis zu den Gastgeschenken muss alles dabei sein. Wenn es läuft wie geplant, wird am Montag das 90-köpfige DRP-Team im Flugzeug nach Seoul sitzen: musicians, administrativ staff, media member.