Annyeonghi-gaseyo – Auf Wiedersehen Korea!

Anne Dunkel am 28. November 2012 um 17:04

So sieht eine zufriedene Konzertmeisterin nach dem letzten Konzert der Tournee aus…

Konzertmeisterin Dora Bratchkova vor dem Plakat in Gumi

Konzertmeisterin Dora Bratchkova vor dem Plakat in Gumi

… Gastgeschenke austauschen …

Die Tourmanager Frau Kim und ihr Chef Herr Seo freuen sich über die Gastgeschenke

Die Tourmanager Frau Kim und ihr Chef Herr Seo freuen sich über die Gastgeschenke

… schnell noch ein Foto fürs Album …

Geiger unter sich - die Anspannung fällt ab

Geiger unter sich – die Anspannung fällt ab

… und eins für die Magnetwand im Büro. 

Erinnerungsfoto mit den Fahrern der Busflotte

Erinnerungsfoto mit den Fahrern der Busflotte

Einhelliges, spontanes Resümée: Eine rundum sehr gelungene Tournee, von der nun jeder Einzelene mit seinen persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen nach Hause fährt. Mit Spannung erwartet werden noch die gesammelten Rezensionen, aber schon am Montag beginnt wieder eine ”ganz normale” Produktionswoche mit Konzerten in Karlsruhe, Frankfurt und Kaiserslautern. Zuerst aber noch eine Kleinigkeit: 5 Stunden Busfahrt zurück nach Seoul zum Flughafen, 11 Stunden Flug und 2 Stunden Busfahrt zurück zu den Funkhäusern in Saarbrücken und Kaiserslautern.

Die Filmberichte zur Korea-Tournee der Deutschen Radio Philharmonie von Autor Sven Rech und Kameramann Dion Mieske sind am Samstag, 1. Dezember 2012 um 18.05 Uhr im SWR Fernsehen und am Mittwoch, 5. Dezember 2012 um 18.50 Uhr im SR-Fernsehen zu sehen.

 

Vor dem letzten Konzert in Gumi – Zeit zu feiern

Anne Dunkel am 27. November 2012 um 15:36
Verführung auf koreanisch

Verführung auf koreanisch

Lecker! Die koreanische Agentur lädt am Vorabend des letzten Konzerts zum großen Büffet ein. Endlich einmal Zeit zum Zusammensitzen und Reden. Und es gibt eine Menge zu erzählen.

die DRP-Geigerinnen Radegund Stoecklin und Karin Murphy

die DRP-Geigerinnen Radegund Stoecklin und Karin Murphy

Zum Beispiel die Sache mit dem “Bierschinken” in Daegu, der am zweiten Morgen plötzlich “Lyoner” hieß. Wie das? Wer kennt in Süd-Ost-Korea die saarländische Spezialität? Eine wunderbare Geste, aber wer hat diese “Korrektur” veranlasst? Große Ratlosigkeit.

SR-Mediathek: AUDIO: “Klangvoller Schlussakkord” [Steffen Wurzel für SR 2 KulturRadio,  MorgenMusik,  28.11.2012, Länge ca. 4:04 Min.]

das saarländische Nationalgericht auf koreanischem Frühstücksbüffet

das saarländische Nationalgericht auf koreanischem Frühstücksbüffet

Auch Orchestermanager Benedikt Fohr und Chefdirigent Karel Mark Chichon genießen den Abend sichtlich.

Heiterkeit im Hauptquatrtier

Heiterkeit im Hauptquatrtier

Im Süden – Jinju, Stadt der großen Schlachten

Anne Dunkel am 25. November 2012 um 18:09
Nachmittagskonzert in Jinju

Nachmittagskonzert in Jinju

Sonntagnachmittagskonzert in Jinju – einer Stadt zu beiden Seiten des Namgang-Flusses, bekannt wegen berühmter Schlachten, die hier, während der Zeit der japanischen Invasionen Ende des 16. Jahrhunderts geschlagen wurden.

Die Geigerin Karin Murphy steht Steffen Wurzel Rede und Antwort

Die Geigerin Karin Murphy steht Steffen Wurzel Rede und Antwort

SWR2-Reporter Steffen Wurzel nutzt die Augenblicke vor der Anspielprobe zum Interview mit der Geigerin Karin Murphy.

Auftrittsroutine - stimmen, warten, motiviert bleiben

Auftrittsroutine – stimmen, warten, motiviert bleiben

Flötist Grigory Mordashov hat sich für die Weite der Hinterbühne entschieden - der ideale akustische Raum zum Training von Ansatz, Tonfarbe und zur Repitition der schwierigen Stellen.

Proben zwischen Frackkisten und technischem Gerät

Proben zwischen Frackkisten und technischem Gerät

Kleiner Nachtrag zum Thema “Schlacht” – in diesem Fall am Büffet: Am Vortag hatte die koreanische Agentur zum “Staffessen” eingeladen.

.. sogar Kameramann Dion Mieske ((2. v.r.) konnte sich die Zeit nehmen

.. sogar Kameramann Dion Mieske ((2. v.r.) konnte sich die Zeit nehmen

Lauter glückliche Gesichter. Denn was auf dem Markt so ausgesehen hatte …

fangfrische Spezialitäten des Meeres

fangfrische Spezialitäten des Meeres

… präsentierte sich jetzt als Fest der Sinne  

die Kunst der koreanischen Küche

die Kunst der koreanischen Küche

 

Jubelnde Konzertbesucherinnen in Daegu

Anne Dunkel am 25. November 2012 um 17:04
Jubelnde Konzertbesucherinnen in Daegu

Jubelnde Konzertbesucherinnen in Daegu

Das ist es, was Karel Mark Chichon meinte, als er vor dem Tourneestart von der “Wärme” des koreanischen Publikums sprach. Mit Brahms 1. Sinfonie ging das Konzert in Daegu – der 2,5 Millionen-Stadt im Südosten Koreas – zu Ende.

Dankbar, happy, geschafft - Applaus für Brahms 1. Sinfonie

Dankbar, happy, geschafft – Applaus für Brahms 1. Sinfonie

Die mehrstündige Busfahrt, die Anspielprobe, das Konzert – für die Musikerinnen und Musiker der Deutschen Radio Philharmonie ist der Dienst erst mal zu Ende.

dem Orchester immer einen Schritt voraus - Orchesterwart Frank Backes

dem Orchester immer einen Schritt voraus – Orchesterwart Frank Backes

Die Orchesterwarte Enrico Huwer und Frank Backes müssen derweil den Abbau und das Verladen der Instrumente organisieren. Schon am nächsten Tag um 10.00 Uhr, es ist ein Sonntag, werden sie mit ihrem Team nach Jinju bei Busan aufbrechen – zum vorletzten Konzert der Tournee.

Stagemanagement - Enrico Huwer hat Bühnenaufbau und Besetzungslisten genau im Kopf

Stagemanagement – Enrico Huwer hat Bühnenaufbau und Besetzungslisten genau im Kopf

Jeonju – Halbzeit der Tournee

Anne Dunkel am 23. November 2012 um 16:07
Sori  Arts Center - Jeonju

Sori Arts Center – Jeonju

Von Seoul nach Jeonju, dem nächsten Konzertort  – das heißt erst einmal  fast 6 Stunden Busfahrt mit allem drum und dran.  Lässig stecken es die Orchesterkollegen und -kolleginnen weg.  

Die Augenblicke vor dem nächsten Konzert

Die Augenblicke vor dem nächsten Konzert

Vom Publikum – ein erstaunlich junges Publikum übrigens – fühlen sich die Musiker auf Händen getragen. Chefdirigent Karel Mark Chichon kennt das: “Die Menschen hier wissen klassische Musik wirklich zu schätzen. Sie gehen nicht ins Konzert, weil es gesellschaftlich angesehen ist, sie gehen ins Konzert, weil sie es genießen. Für viele ist es so, wie ins Kino zu gehen.“ Das bestätigt auch der junge Gymnasiast Chang: „Ich interessiere mich sehr für Orchestermusik. Ich kenne mich zwar nicht gut aus, aber dieses deutsche Orchester hat mich einfach sehr interessiert.”

Entspannt im Foyer - Produktionsleiter Walter Hessedenz und Orchestermanager Benedikt Fohr

Entspannt im Foyer – Produktionsleiter Walter Hessedenz und Orchestermanager Benedikt Fohr

Ein dankbares Publikum, entspannte Musiker – dann ist auch für das Leitungsteam die Welt in Ordnung. Produktionsleter Walter Hessedenz und Orchestermanager Benedikt Fohr melden sich im heimischen Orchesterbüro: “Es läuft reibungslos! Die Stimmung ist super.”

alle Konzerte werden mitgeschnitten

alle Konzerte werden mitgeschnitten

Für Toningenieur Ralf Schnellbach geht der Tag noch lange nicht mit dem Schlussapplaus zu Ende. SR 2 KulturRadio sendet schon übermorgen, am Sonntag, 25. November ab 12.04 Uhr die ersten musikalischen Höhepunkte der Tournee. Die Audio-Files müssen ausgewählt, bearbeitet und ins Funkhaus nach Saarbrücken gesendet werden.

Im Gangdong Arts Center Seoul

Anne Dunkel am 22. November 2012 um 16:36
Chichon prüft Saalakustik

Chichon prüft Saalakustik

Chefdirigent Karel Mark Chichon steht im leeren Saal und versucht, beraten von Toningenieur Ralf Schnellbach, sich einen ersten Eindruck von der Akustik zu verschaffen. Der dritte Konzertsaal in drei Tagen. Die Anspielprobe läuft bestens: Der Saal klingt gut.

Einspielprobe im Gangdong Center

Einspielprobe im Gangdong Center

Und es ist geglückt! Die 2000 Konzertbesucher dieses Abends sind “aus dem Häuschen”, wie Orchestermanager Benedikt Fohr gleich nach dem Konzert mailt. Emotionaler Höhepunkt ist die Zugabe:  das in Korea sehr bekannte Volkslied “I miss Mount Keumang”, das die Teilung des Landes beklagt, in einer Bearbeitung für Sinfonieorchester von Karel Mark Chichon. Standing Ovations für Beethovens Fünfte und das Violinkonzert von Tschaikowsky. Der Beifall nimmt kein Ende. Nach dem achten Vorhang nimmt Chichon die Konzertmeisterin bei der Hand und führt sie von der Bühne.

SR-Mediathek: “AUDIO: Seoul als Klassikstadt” [Steffen Wurzel für SR 2 KulturRadio, MorgenMusik, 23.11.2012, Länge ca. 4:05 Min.]

Seoul by night

Seoul by night

Noch aufgewühlt von diesen Erfahrungen schwärmen die Musiker nach dem Konzert in die Stadt. Der morgige Vormittag ist frei. Da könnte man doch das Hotel-Frühstück ausfallen lassen, richtig ausschlafen und jetzt einfach noch ein bisschen um die Häuser ziehen…

Meisterklassen und Sightseeing

Anne Dunkel am 22. November 2012 um 14:42
Sightsseing in Seoul

Sightsseing in Seoul

Während die Orchesterwarte längst schon wieder mit LKWs, Bühnenplänen und einem Kopf voller logistischer Aufgabenstellungen auf dem Weg in Seoul vom Sejong Center zum Gangdong Arts Center sind, wo das heutige Konzert stattfindet, nutzen einige Musiker die freien Stunden vor der Probe  zur einer kleinen Sightseeing-Tour.

Meisterklasse Xiao-Ming Han

Meisterklasse Xiao-Ming Han

Derweil verbringen Konzertmeisterin Dora Bratchkova und die Solo-Bläser Britta Jacobs (Flöte), Robert Hofmann (Trompete), Xiao-Ming Han (Horn) und die Fagottistin Zeynep Köylüoglu den Vormittag an der Ewha Women University Seoul. In Meisterklassen vermitteln sie Bogenführung, Ansatztechnik und heißbegehrtes deutsches Orchestermusiker-Know-How.

jung und weiblich - Hornistennachwuchs aus Seoul

jung und weiblich – Hornistennachwuchs aus Seoul

 

 

In Seoul – hoher Besuch beim Konzert

Anne Dunkel am 21. November 2012 um 17:08

Gleich nach dem Frühstück macht sich der Bustross auf in die zweieinhalb Stunden entfernte Landeshauptstadt Seoul. Alle sind jetzt im Tour-Rhythmus und so wird es die nächsten Tage bleiben: Konzert-Reise-Probe-Konzert. Backstage im riesigen Sejong Center of Performing Arts ist die konzentrierte Anspannung zu spüren.

Einspielen, Läufe üben, locker werden

Einspielen, Läufe üben, locker werden

Besuch aus dem Saarland hat sich für das Konzert am Abend angemeldet. Wirtschaftsminister Heiko Maas ist mit einer Delegation in Südkorea unterwegs. Das heißt Großkampftag für Alle: SWR Hörfunkreporter Steffen Wurzel und das SR-Fernseh-Team mit Sven Rech und Dion Mieske werden die Heimatredaktionen mit aktuellen Beiträgen beliefern.

SR-Mediathek: “AUDIO: Beeindruckte Saar-Botschafter in Seoul” [Steffen Wurzel für SR 2 KulturRadio, MorgenMusik, 22.11.2012, Länge ca. 4:12 Min.]

Fernsehredakteur Sven Rech

Fernsehredakteur Sven Rech

Die Musiker und ihr Chef wollen beim Hauptstadtpublikum und an der Arbeitsstätte des ehemaligen RSO Saarbrücken-Chefdirigenten Myung-Whun Chung eine tadellose Visitenkarte abgeben. Gerade und ganz besonders heute, weil zeitgleich mit der Deutschen Radio Philharmonie auch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit seinem Chef Mariss Jansons in Seoul gastiert. Sehr zum Ärger der lokalen Presse, die titelt: „Zwei große deutsche Orchester am selben Tag in Seoul!“.

Heiko Maas mit Chefdirigent Karel Mark Chichon

Heiko Maas mit Chefdirigent Karel Mark Chichon

Auch der deutsche Botschafter Rolf Mafael mit Gattin und der Kulturattaché sind anwesend. Seine Exzellenz freut sich besonders über die Präsenz der Deutschen Radio Philharmonie auch außerhalb Seouls, da die meisten Orchester ihre Konzerte auf  ein oder zwei Hauptstadt-Termine beschränken. Heiko Maas ergreift nach dem erfolgreichen Konzert begeistert die Gelegenheit, einerseits um die Bedeutung der Grundlagenforschung des IT-Standortes Saarland für die koreanische IT-Branche zu erläutern, anderseits um auf die kulturelle Bedeutung unserer Region hinzuweisen.

SR-Mediathek: “VIDEO: Eine Wirtschaftsdelegation aus dem Saarland in Korea” [Sven Rech für das SR Fernsehen, Aktueller Bericht, 21.11.2012, ca. 2:53 Min.]

Konzertplakat vor dem Sejong Center in Seoul

Konzertplakat vor dem Sejong Center in Seoul

Und was sagt das Publikum nach dem Auftaktkonzert?

Anne Dunkel am 21. November 2012 um 12:29
Daejeon Culture & Art Center

Daejeon Culture & Art Center

„Fantastisch, klar, typisch deutscher Orchesterklang“, so ein Konzertbesucher nach dem Deojeon-Konzert, der vor Jahren in Karlsruhe studiert hat. Und eine junge Koreanerin bemerkt nach dem Konzert: „Sehr eindrucksvoll! Die Deutsche Radio Philharmonie ist bisher nicht besonders bekannt in unserem Land, uns so ein schönes Konzert hatte ich deswegen nicht erwartet.“

SR-Mediathek: “Das erste DRP-Konzert in Daejeon” [Steffen Wurzel für SR 2 KulturRadio, MorgenMusik, 21.11.2012, Länge ca. 4:33 Min.]

Unmittelbar vor dem Konzert: letzte Stimmprobe mit der Solistin Viviane Hagner. Im Foyer: die auf den Einlass wartenden Konzertbesucher.

Chichon und Viviane Hagner bei der Probe

Chichon und Viviane Hagner bei der Probe

Im Foyer

Im Foyer

Konzert in Daejeon – Premiere in Korea

Anne Dunkel am 20. November 2012 um 16:05
Konzertplakat Daejeon

Konzertplakat Daejeon

Premiere – erstes Konzert der Tournee. Das Daejon Culture & Art Center – was für ein Konzertsaal. Der Saal beflügelt, das wird schon in der zweistündigen Probe klar. Höchstwerte erreicht der Adrenalinspiegel dann im Fortissimo des ersten Akkords von Beethovens Coriolan-Ouvertüre. Akustisch und optisch ist dieser Saal ein Volltreffer. Seine 2.500 Plätzen sind heute Abend leider nicht ganz gefüllt. Was auffällt sind die vielen jungen Konzertbesucher. Sehr konzentriert, hoch-aufmerksam folgen sie dem Programm: nach der Coriolan-Ouvertüre das Violinkonzert von Tschaikowsky, in der zweiten Hälfte dann die 1. Sinfonie von Johannes Brahms.  Drei Zugaben erklatscht sich das Publikum, unter anderem die “Paganiniana” von Nathan Milstein – ein Bravourstück für die Solistin Viviane Hagner.

Gaumenfreuden

Gaumenfreuden

Und wie vermutet: Kaum auf koreanischem Boden gelandet, klärt sich auch das Essensproblem. Der Schnellkurs zum Thema Essen der beiden koreanischen Kollegen hat gefruchtet: Irgendwie gelingt es jetzt trotz Sprachbarrieren, die einzigartige Geschmacksnote und die Aromen der Küche Koreas im Restaurant auf den Tisch zu zaubern: Kimchi – eingelegter Chinakohl, scharf gewürzt, Fisch in allen Aggregatzuständen, Fleischgerichte würzig bis höllisch-scharf, Gemüse, Bohnenpaste … Und was sagt der Reiseführer zum Thema Tischsitten: “Die Koreaner sind der Meinung, dass es die Beziehungen unter den Tischnachbarn fördert, wenn man Hauptgerichte und Beilagen gemeinsam aus einer Schüssel isst.”  Also genau wie beim Musizieren: Spaß macht es nur zusammen. Letzte Meldung aus dem Headquarter: Chefdirigent und Orchestermanager trafen heute Abend bei der Wahl ihres Restaurants noch nicht ins Schwarze. Ein “interessantes kulinarisches Experiment” sei das Essen gewesen.