Kurzbesuch in Daegu

Mit 5 Bussen von Seoul nach Daegu

Mit 5 Bussen von Seoul nach Daegu

Der Tour-Rhythmus verschärft sich nun. Drei Tage im gleichen Hotel, Anfahrtszeiten zu den Konzerthallen von unter einer Stunde wie in den letzten Tagen – vorbei, es kommt ein sportliches Tempo ins Spiel. Die nächsten Tage sind mit etwa vierstündigen Anreisezeiten verbunden. Das macht einen Tagesablauf, der grob skizziert so aussieht: Busfahrt – Einchecken im Hotel – kurze Ruhepause – Abfahrt zur Generalprobe – Konzert. An Sightseeing-Quickies ist nicht zu denken – auch in Daegu, der Stadt im südöstlichen Landesteil nicht. Gut, dass viele auf Erinnerungen an die Korea-Tour 2012 zurückgreifen können, als das Orchester schon einmal hier war.

Banner am Konzerthaus in Daegu

Nie fühlt man sich diesem geteilten Land näher, als in dem Moment, wenn sich das Orchester – wie auch heute Abend wieder – mit dem Hymnus „I miss Geumgang“ vom Publikum verabschiedet.

Bravo, Da Capo

Bravo, Da Capo

Beethoven, Brahms, Tschaikowsky fesseln, faszinieren, berühren – „I miss Geumgang“ aber bestürzt das Publikum, bricht alte, noch lange nicht verheilte Wunden auf. So empfindet man es inmitten der Zuhörer, wenn schon die ersten Töne mit Klatschen, Seufzen, Ausrufen quittiert werden.

 

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